Yvonne Züger: Gerade weil wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten, braucht es eine koordinierende Stelle. Mit Simon Ettlin hatten wir einen unabhängigen, externen Koordinator, der die Fäden gesammelt, Themen vertieft und Entscheidungsgrundlagen erarbeitet hat. Ohne diese Rolle wäre es sehr schwierig gewesen, weil diese Ressourcen bei den drei Eigentümerinnen fehlten. Das wurde uns erst im Verlauf des Projekts richtig bewusst.
Andrea Martin-Fischer: Tatsächlich war Simon Ettlin bereits der dritte Koordinator. Die beiden vorherigen haben uns vor Augen geführt, wie komplex diese Aufgabe ist. Die drei Organisationen sind unterschiedlich aufgebaut, mit eigenen Prozessen und Kulturen. Das alles zu bündeln, ist anspruchsvoll, hat sich jedoch mehr als gelohnt.
Andrea Wieland: Für zukünftige Projekte – etwa an der Thurgauerstrasse mit noch mehr Akteuren – ist klar: Koordination ist zentral. Wir haben viel gelernt, worauf es bei der Auswahl einer solchen Person ankommt.
Ein Beispiel für gelungene Koordination ist zugleich ein grosses Highlight für mich: Wir konnten an einem Tag 53 Wohnungen übergeben, und innert zwei Wochen waren alle Familien eingezogen. Das gelang nur, weil die Teams aller drei Organisationen eng zusammengearbeitet haben. Für mich ein Zeichen, was koordinierte Kooperation leisten kann.